Ein Team von Molex-Ingenieuren arbeitet daran, genau vorherzusagen, wie ihre Steckverbinder bis auf die Ebene einzelner Komponenten funktionieren werden, indem sie voll funktionsfähige digitale Nachbildungen nutzen, um ihre Entwürfe virtuell zu validieren. Der innovative Einsatz digitaler Zwillinge hilft, Kosten zu senken, Rückrufrisiken zu reduzieren und die Zeit, die ein Produkt auf den Markt bringt, zu beschleunigen.
Ingenieure bei Molex, einem Koch-Unternehmen, heben die Idee digitaler Zwillinge – voll funktionsfähige virtuelle Nachbildungen physischer Produkte – auf die nächste Stufe.
Die Ingenieure haben Modelle entwickelt, die genau vorhersagen und virtuell validieren können, wie Teile bis auf Komponentenebene funktionieren – was es den Kunden ermöglicht, ein viel besseres Verständnis dafür zu erhalten, wie ihre Stecker während ihrer Lebensdauer funktionieren werden, noch bevor sie überhaupt in Produktion gehen. Dies hilft, Kosten zu senken, Rückrufrisiken zu verringern und die Zeit für physische Tests und Überarbeitungen zu reduzieren.
Die Implementierung und Innovation rund um digitale Zwillinge bei Molex haben die Automobilsparte ebenfalls dazu veranlasst, ihre Arbeitsweise umzugestalten, um die Fähigkeiten der Technologie besser zu nutzen und den sich schnell ändernden Anforderungen führender Autohersteller gerecht zu werden.
Früher arbeiteten die Ingenieure, die simulierten, was mit einem bestimmten Entwurf passieren würde, und die Ingenieure, die die Entwürfe testeten, meist in getrennten Welten, wobei eine Gruppe an Gleichungen arbeitete und die andere physikalische Produkte entwickelte und testete. Das Team von Molex erkannte die Möglichkeit, ihre Beschäftigungen mit digitalen Zwillingen zu bündeln und so ein Predictive-Engineering-Team zu bilden.
"Wir haben die Kraft der Simulation und der Kraft der Experimente kombiniert", sagt Vijy Koshy, ein leitender Ingenieurdirektor bei Molex. "Es ist eine kleine Gruppe von Leuten, die wir entsandt haben und denen wir gesagt haben, dass eure Aufgabe darin besteht, die Zukunft durch Physik vorherzusagen."
Bisher ist es dem Team gelungen, einen hochaufgelösten digitalen Zwilling zu entwickeln, der den Stromwert eines Steckers mit 95 % Genauigkeit genau vorhersagen und validieren kann. Das Modell hilft, die Notwendigkeit monatelanger physischer Tests zu eliminieren.
Und wenn sie physische Tests durchführen, testen sie, um die vom digitalen Zwilling vorhergesagten Daten zu validieren, nicht um zu sehen, ob sie eine bestimmte Spezifikation erfüllen. Mit dem Wissen, das die digitalen Zwillinge über Stromauswertung und andere mechanische Funktionen vermitteln, werden sie Steckverbinder entwickeln, die alle anderen erforderlichen Spezifikationen erfüllen oder übertreffen, und gemeinsam mit ihren Kunden Lösungen finden, die die spezifischen Herausforderungen lösen.
Die aus diesen frühen elektrischen Modellen gewonnenen Erkenntnisse werden bald auch auf andere Bereiche des Steckers angewendet, wie seine mechanische, dichte und thermische Funktion. Neben der Nutzung dieser fortschrittlichen digitalen Zwillinge zur Entwicklung prädiktiver Modelle für seine Stecker nutzt Molex sie auch zur Modellierung und Optimierung von Produktionslinien sowie zur Entwicklung von 5G-Antennensystemen für moderne Autos und Lastwagen.
Das gewonnene Wissen wird mit Ingenieuren in ganz Molex geteilt, um das Design und die Zuverlässigkeit der Steckverbinder überall auf der Welt zu verbessern. Gegenseitiger Nutzen in seiner besten Form.